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Besser Holz- oder Kunststoff-Schneidebrett?

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Ob nun Schneidebretter aus Holz- oder Kunststoff. Bei dieser Frage gehen die Meinungen bereits stark auseinander.

Beide Materialien erfreuen sich großer Beliebtheit und haben ihre ganz eigene Fangemeinde. Doch welches Material ist für das Arbeiten in der Küche nun die beste Wahl und besonders geeignet?!

Oder sollte man vielleicht sogar auf ganz andere Materialien anstelle von Holz- und Kunststoff für Schneidebretter umschwenken?! Beispielsweise in Form von Brettern aus Glas- oder gar Stein?!

Wir haben die Antwort für Dich!
Hier nun das Wichtigste auf einen Blick:

Eigenschaften Holz-Schneidebrett

Zunächst zur Hauptproblematik bei Schneidebrettern aus Holz:

Holz verfügt, entgegen der Schneidebretter aus Kunststoff, über materialeigene Poren.

In diesen Poren können sich jedoch leider auch Keime und Bakterien einnisten und prinzipiell sogar stark vermehren.

So die Kritik an diesem Naturmaterial.

Allerdings gibt es mehrere Faktoren und Tipps, die dazu führen, dass sich Holz dennoch sehr gut als Material für Schneidebretter in der Küche verwenden lässt:

Zunächst ist es wichtig ein Material aus einem so genannten "Hartholz" zu wählen.

Die Ursache hierfür ist einfach:

Je härter das Holz ist, desto weniger Kratzer und Beschädigungen weißt das Holz im Dauergebrauch, etwa durch die unterschiedlichen Beanspruchungen, in der Küche auf.

In diesen zusätzlichen Beschädigungen könnten sich sonst, ebenso wie es bei den materialeigenen Poren der Fall ist, Krankheitserreger einnisten und vermehren.

Holz hingegen ist von seiner Beschaffenheit nicht für die Reinigung im Geschirrspüler geeignet, da es sonst rissig, spröde und im Laufe der Zeit (bei mehrfacher Anwendung) Verformungen aufweist, bis es schlussendllich bricht.

Daher sollte sich die Reinigung von Holzschneidebrettern lediglich auf die Verwendung von heißem, fließendem Wasser, etwas Spülmittel und den mechanischen Kräften durch die raue Seite eines Spülschwamms beschränken.

Leider reicht diese Vorgehensweise jedoch nicht aus um das Holz im Anschluss keimfrei weiter verwenden zu können.

Das Abtöten der zurückbleibenden Keime wird hier schlicht und einfach durch "Austrocknung" des Schneidebretts bewerkstelligt.

Da Bakterien und auch Viren nur überleben können, wenn Sie Feuchtigkeit und Wärme vorfinden, wird ihnen in Form dieses einfachen Trockenvorgangs die Lebensgrundlage entzogen bis sie sterben.

So einfach ist das!

Hierfür ist es jedoch wichtig, dass ein Holzbrett (nach dem beschriebenen Reinigungsvorgang) hochkant und ohne Kontakt an den Seitenflächen aufgestellt wird, damit es von allen Seiten atmen und somit überhaupt trocknen kann.

Es sollte dabei im offenen Raum gelagert werden, bis dieser Trockenvorgang abgeschlossen ist. Erst dann sollte das Brett erneut verwendet- oder in einem Küchenschrank gelagert werden.

Präventiv raten manche Profis der Kochbranche zum zusätzlichen verschließen der Poren durch das Einreiben des Bretts mit gängigem Speiseöl, wie beispielsweise einem geruchsarmen Sonnenblumen-Öl.

Im Labortest wurden so bereits 2013 nahezu gleichniedrige Keimbelastungen gemessen, wie es bei Kunststoff-Schneidebrettern aus der Spülmaschine der Fall gewesen ist.

Doch Holzschneidebretter haben auch einen Nachteil: Sie nehmen eher die Gerüche der verwendeten Lebensmittel auf als ihre Kollegen aus Kunststoff.

Aromatische oder sehr geruchsintensive Stoffe sollte man daher dennoch besser auf Kunststoff schneiden, damit keine Geschmacksverfälschungen entstehen.

Ebenso verhält es sich mit sehr stark färbenden Lebensmitteln. Holz nimmt Farben aufgrund der Porosität des Werkstoffs eher an und diese lassen sich ebenso nur schwer wieder entfernen.

Positiv anzumerken ist allerdings noch etwas, dass rational nicht zu erklären ist: Ein Holzschneidebrett fühlt sich einfach besser an.

Es ist wohl schwierig zu beschreiben aber mir kommt es so vor, als würde es für hochwertige Lebensmittel auch nur eine Möglichkeit geben dieses wertig zu behandeln. Auf einem Holzschneidebrett..

Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass Holz, ebenso wie Früchte- und Gemüse Naturproduke sind.

Doch zurück zu den harten Fakten:

Vorteile von Holzschneidebrettern auf einem Blick zusammengefasst:

  • Umweltfreundlicher (Naturprodukt)
  • Günstiger im Stromverbrauch (Handspülen bei geringerer Temperatur und Dauer)
  • Wesentlich langlebiger als Kunststoff (Härte)
  • Hygiene nahezu identisch mit Kunststoff
  • Fühlt sich in der Küche wertiger an

Eigenschaften Kunststoff-Schneidebrett

Bei Schneidebrettern aus Kunststoff liegen, wie bereits erwähnt, die nahezu gleichen Keimbelastungen (nach der Reinigung in der Spülmaschine) vor, wie es bei den untersuchten Schneidebrettern aus Holz (nach der Reinigung per Hand und der anschließenden Lufttrocknung) der Fall war.

Kuststoff kann sich hier als Werkstoff also nicht positiv vom Holz absetzen.

Es hat sogar einen Nachteil im Gegensatz hinsichtlich der Hygiene:

Es ist weicher und somit auch weitaus anfälliger für Beschädigungen und kratzer als Holz. Somit auch anfälliger für Bakterien und Virenansammlungen.

Um dies zu verhindern müssen Schneidebretter wesentlich heisser in der Spülmaschine behandelt werden, als es beim Handspülen von Holzbrettern der Fall ist.

40° C reichen hier leider nicht aus! Schade denn mehr als die angegebenen 40° werden für die allermeisten, sonstigen Küchenmaterialien nicht benötigt und treibt somit die Stromrechnung in die Höhe.

Für Schneidebretter aus Kunststoff wird eine Reinigungstemperatur von 70° C empfohlen um Keime zuverlässig abzutöten.

Ist Kunststoff also jetzt schlechter als Holz ?!

Nein, denn es hat auch seine Vorteile: Es nimmt Gerüche bei weitem nicht so sehr auf wie Holzschneidebretter und wenn doch, so lassen sich diese gerüche durch die Spülmaschine weitaus effizienter beseitigen.

Doch auch was die Anschaffungskosten angeht liegen Kunststoffbretter vorne.

Sie sind meist schon für 5 bis 12 Euro zu haben. Für Schneidebretter aus Holz hingegen werden auch gerne mal 18 bis 30 Euro fällig.

Nach oben hin sind bei Holzschneidebrettern nahezu keine Grenzen gesetzt, da der Preis sehr stark mit der Holzart und der geleisteten Handwerksleistung hinsichtlich der Herstellung variiert.

Auch hinsichtlich einer bleibenden Verfärbung der Bretter durch farbintensive Lebensmittel, wie es beispielsweise bei roter Beete der Fall ist, hat Kunststoff die Nase leicht vorn.

Vorteile von Kunststoffschneidebrettern auf einem Blick zusammengefasst:

  • Langsamere Verfärbung im Gebrauch
  • Nimmt Gerüche nicht so schnell auf
  • Arbeitsaufwand ist geringer (Spülmaschine)
  • Kann zeitnah wieder verwendet werden (Keine Trocknung)
  • Kostengünstiger in der Anschaffung
  • Hygiene nahezu identisch mit Holz

Schneidebretter aus Glas- oder Stein.

Schneidebretter aus Glas oder Stein möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst empfehlen, da diese Materialien wiederum "zu hart" sind.

Diese führen daher leider immer dazu, dass Messer stumpf werden und führen somit auf lange sicht sogar zu deren Unbrauchbarkeit.

Die Ursache ist schnell zusammengefasst:

Immer wenn Werkstoffe aufeinanderprallen und physikalischen Gesetzen unterworfen sind, so wird ein Werkstoff immer weitaus stärker belastet und demnach abgenutzt, als der jeweils andere Werkstoff.

So führt das Schneiden mit einer Stahlklinge auf Holz beispielsweise dazu, dass man mit der Zeit Kratzer im Brett hinterlässt, da dieser Werkstoff eben der weichere ist.

Dies ist auch so gewollt! Ein gutes Messer wegzuwerfen wäre weitaus ärgerlicher als es bei einem Schneidebrett der Fall ist.

Daher sind Schneidebretter aus diesen Materialien schlicht nicht empfehlenswert.

Welches Material ist nun besser?! Fazit:

Ob nun Schneidebretter aus Holz oder Kunststoff:

Nach dieser umfassenden Zusammenstellung aller Vor- und Nachteile wird schnell klar, warum sich beide Materialien so großer Beliebtheit erfreuen.

Beide haben ihre ganz eigenen Vorzüge, denen das jeweils andere Material einfach nicht gerecht werden kann.

Daher möchte auch ich an dieser Stelle keine pauschale Empfehlung für alle Küchen unseres Landes aussprechen.

Hier muss jeder selbst entscheiden welches Material am besten für die eigene Küche geeignet ist.

Im Zweifel empfehle ich zukünftig jedem sich einfach beide Bretter anzuschaffen:

Auf dem Kunststoffschneidebrett schneidet man dann bevorzugt alle Zutaten, die stark färben, sehr aromatisch und bevorzugt weich sind. Ebenso wenn bereits feststeht, dass das Schneidebrett schon sehr bald wieder verwendet werden muss und somit keine Zeit für die langwierige Trocknung des Holzschneidebretts bleiben würde.

Auf dem Holzschneidebrett hingegen schneidet man dann eher jene Zutaten, die sehr hart sind und das Kunststoff-Material durch die mechanische Beanspruchung stärker beschädigen würde. Alternativ auch, wenn die Spülmaschine ohnehin überfüllt ist oder man etwas Strom einsparen möchte.

So oder so: Die allgemeine und auch abschließende Empfehlung lautet ohnehin:

Schaffen sie sich unbedingt mehr als nur ein Schneidebrett an.

Schon alleine deshalb, da man aus hygienischen Gründen niemals Fleisch, Gemüse oder Obst auf dem gleichen Brett schneiden sollte.

Bei der Zubereitung von Fleisch, welches roh in der Regel mehr Bakterien aufweist, würden diese durch den direkten Kontakt zum Schneidebrett, zumindest teilweise, an diesem haften bleiben und somit auch auf den Salat übertragen werden, sollte dieser im Anschluss auf dem gleichen Brett zur Verarbeitung landen.

Für das Fleisch sind die Bakterien kein Problem, da diese im späteren Kochvorgang abgetötet werden. Beim Salat hingegen könnten diese Bakterien jedoch zu einem ernstzunehmenden Problem werden.

Ich hoffe dieser Beitrag hat dir bei deinen eigenen Überlegungen zum Thema Schneidebrett-Materialien weiterhelfen können!

Bis zum nächsten Artikel!

Herzlichst,
Andreas Stahnke

Über den Autor dieses Beitrags

Andreas Stahnke ist kein gelernter Koch. Allerdings ist er immer bestrebt sich fort- und weiterzubilden, sobald er für ein Thema sprichwörtlich "Feuer gefangen" hat.

Dies ist beim Thema der gesunden Ernährung, sowie der damit einhergehenden Zubereitung von Mahlzeiten geschehen. Dieses neu gewonnene Wissen gibt er heute gerne an andere Menschen weiter.

Er selbst betreibt Kraft- und Ausdauersport und sieht daher die Fast-Fitness-Küche als ideale Ergänzug zum Training.

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